Disco-Fieber – für mehr Sicherheit am Steuer

Am Aktionstag „Disco-Fieber“ des LMGU veranschaulichten wir die Folgen fehlender Verantwortung im Straßenverkehr aus Sicht des Rettungsdienstes.

Ulrike Krivec

Unternehmenskommunikation

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„Disco-Fieber“ – die etwas andere Aktion für Verantwortung und Sicherheit im Straßenverkehr des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung fand am 17.7.2017 am Lise-Meitner-Gymnasium (LMGU) in Unterhaching statt.

Persönliche Auseinandersetzung mit dem Risiko – Einsatzkräfte ermöglichen einen Perspektivenwechsel

Neben dem Unfallkommando der Polizei München, der Feuerwehr Unterhaching, dem Kriseninterventionsteam des ASB und dem Rechtsanwalt Dr. Christian Wolf waren wir von Seiten des Rettungsdienstes vor Ort. Ganz im Sinne unseres Mottos „Gemeinsam für mehr Leben.“ veranschaulichten wir den rund 150 SchülerInnen der 10. Klassen des LMGU die Perspektive des Rettungsdienstes.

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Übernimm Verantwortung für dich und andere – Wir brauchen dich auch morgen

Prävention durch eine positive Botschaft

Ziel des Disco-Fieber-Aktionstages: Risikokompetenz entwickeln, die Persönlichkeit stärken

Verkehrsunfälle von jungen Menschen – Fahranfängern – sind häufig. Vor allem zu später Stunde, wenn ein langer, lustiger Party-Abend hinter einem liegt, häuft sich genau diese Art von Unfall. „Disco-Unfälle“ heißen sie im Polizei-Jargon. Dabei geht es schon lange nicht mehr ausschließlich um Alkohol am Steuer oder Übermüdung. Vor allem auch die vermehrte Handynutzung während der Fahrt stellt ein hohes Risiko dar. Um den SchülerInnen ein Gefühl davon zu vermitteln, welche Folgen fehlende Verantwortung am Steuer haben kann, zeigt ihnen die Schule zwischen den Vorträgen anschauliche Aufklärungsvideos.

"Don't text and drive"

Emotionen und Gedanken vorrangig

Nicht der erhobene Zeigefinger spielte die Hauptrolle, sondern das, was uns als Einsatzkräfte bei Einsätzen im Rahmen eines Verkehrsunfalls mit jungen Menschen wirklich bewegt. Michael Kemle-Lanzl, ein langjähriger Rettungsassistent der Aicher Ambulanz Union, schilderte den SchülerInnen auf einer sehr persönlichen Ebene seine Erfahrungen. Welche Gedanken gehen ihm durch den Kopf? Bleiben ihm die Unfallopfer im Gedächtnis? Wie verarbeitet er diese Situationen?

Während Michael Kemle-Lanzl erzählt, herrscht absolute Stille in der Aula. Es scheint, als sei die Bedrücktheit bei der Erinnerung an seine Einsätze mit jungen Menschen direkt auf die SchülerInnen übergesprungen. Auch die gezeigten Bilder der Einsätze sowie die dazugehörige Geschichte – also die Menschen, die bei dem Unfall ums Leben kamen – zeigen ihre Wirkung.

Eine Einsatzübung auf dem Schulhof verstärkt das Gehörte

Im Anschluss an die Vorträge der Einsatzkräfte stand der vermutlich eindrücklichste Part auf dem Programm. Bei einer Einsatzübung auf dem Parkplatz des LMGU erleben die SchülerInnen die Aufgaben der Einsatzkräfte bei einem Verkehrsunfall hautnah. Das Szenario ist klassisch: Zwei junge Menschen sind in ihrem Fahrzeug an einen Baum gefahren – der Beifahrer ist bewusstlos, der Fahrer eingeklemmt. Nach Absetzen des Notrufs erreicht als erstes ein First Responder der Feuerwehr die Unfallstelle. Anschließend rücken die Feuerwehr sowie der Rettungsdienst an. Ein Moderator erklärt den SchülerInnen parallel den Ablauf – hierzu zählt auch das Herausschneiden des im Auto eingeklemmten Fahrers.

Bei einer Einsatzübung erleben die SchülerInnen hautnah die Aufgaben der Einsatzkräfte.