Vorläufige Schluss-Bilanz Wiesn 2019: Pressemitteilung des Wiesn-Sanitätsdienstes

Die Aicher Ambulanz Union ist auch im zweiten Jahr mit den Verlauf des Wiesn-Sanitätsdienstes auf dem Münchner Oktoberfest sehr zufrieden.

Die Aicher Ambulanz Union ist auch im zweiten Jahr mit den Verlauf des Wiesn-Sanitätsdienstes auf dem Münchner Oktoberfest sehr zufrieden. Nach Optimierung einzelner Prozesse waren die Abläufe für Patienten, Ärzteteam und Sanitäter noch reibungsloser. Bis einschließlich Sonntag, 1:30 Uhr, versorgte die Aicher Ambulanz Union 6592 erkrankte Wiesn-Besucher. Alkoholvergiftungen befinden sich mit 600 Fällen weiterhin an erster Stelle, dicht gefolgt von Traumata mit 551 Fällen. Sieben Mal verletzten alkoholisierte Passanten und Patienten vorsätzlich Sanitäter.

Pressestelle

Ulrike Krivec

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Allgemeine Einsatzzahlen des Sanitätsdienstes

Über den gesamten Veranstaltungszeitraum versorgte das sanitätsdienstliche Team der Aicher Ambulanz Union 6592 erkrankte Wiesn-Besucher. Im Vergleich zu 2018 (7.10.2018) ist dies ein Anstieg von 796 Patienten. Auch in der zweiten Hälfte des Münchner Oktoberfestes hat sich jedoch gezeigt, dass der Anstieg der Patientenzahlen in engem Zuammenhang mit der höheren Bekanntheit des Wiesn-Sanitätsdienstes steht. Die schnelle, effektive und freundliche Behandlung nutzten vormittags vor allem Angestellte der zahlreichen Betriebe des Festgeländes für hausärztliche Versorgungen und Nachbehandlungen.

Häufigstes Meldebild bleibt Intoxikation

Auch in der zweiten Hälfte des Münchner Oktoberfestes steht die Intoxikation durch Alkohol an erster Stelle. Mit 600 Fällen sind im Vergleich zum Vorjahr 117 Patienten weniger betroffen. Die Anzahl der schweren Intoxikationen ist jedoch weiterhin rückläufig. Die unter dem Meldebild „Trauma“ zusammengefassten Verletzungen stehen mit 551 betroffenen Patienten weiterhin an zweiter Stelle.

3123 medizinische Versorgungen in der Sanitätswache

Gemeinschaftlich versorgten rund 50 Ärzte und 600 Sanitäter 3123 Patienten in der Sanitätswache des Servicezentrums auf der Theresienwiese (2018: 3333). Auch in diesem Jahr bewährte sich die Vielzahl medizinischer Fachrichtungen, um erkrankte Besucher bereits vor Ort der geeineten Behandlung zuzuführen und eine fachkundige Einschätzung zu erhalten. Dies führte zu einem Rückgang der Abtransporte zur Weiterbehandlung in eine Fachklinik.

Vor allem Ärzte mit chirugischen Kenntnissen waren täglich weitestgehend ausgelastet: Rund 484 Patienten benötigten aufgrund von Schnittverletzungen oder Platzwunden eine chirurgische Wundversorgung. 28 der Patienten erlitten Verletzungen in Fahrgeschäften.

114 Patienten behandelte das medizinische Team aufgrund lebensbedrohlicher Zustände. In diesen Fällen war ein direkter Transport mittels Rettungs- und Notarztwagen zur Weiterbehandlung in eine geeigente Fachklinik notwendig.

Aufgrund der durchgeführten Versorgung vor Ort konnten 2492 Patienten die Sanitätswache nach der Behandlung selbstständig verlassen. Dies dient nach wie vor einer Entlastung der Münchner Kliniken. Bei 631 Patienten war trotz umfassender Behandlung eine Verlegung mittels Krankentransportwagen in eine Klinik zur weiteren Diagnostik notwendig.

Auch die Sanitäter des Infopoints der Sanitätswache waren gefordert. 1654 Wiesn-Gäste suchten den Infopoint für 651 Blasenpflaster, 551 reguläre Pflaster sowie 130 Hygieneartikel auf. Als zusätzlichen Service sowie als schnelle Maßnahme an kalten, regnerischen Tagen bot die Aicher Ambulanz Union kostenfrei Regenponchos und Decken an.

Tragenstaffeln in 1984 Einsätze involviert

Die zwölf Tragenstaffeln des Sanitätsdienstes rückten 1984 Mal zur Versorgung erkrankter Wiesn-Besucher aus. Zu einer noch effektiveren Disposition führte die neu eingeführte GPS-Ortung der Fahrtragen. Die durchschnittliche Zeit zwischen Alarmierung und Eintreffen am Einsatzort betrug 4:10 Minuten (2018: 4:42 Minuten). Diese ist eine Verbesserung von 32 Sekunden.

Sieben Übergriffe auf Sanitäter

Bereits am ersten Wiesn-Samstag kam es zu zwei Übergriffen auf Sanitäter während des Einsatzes. Beide Male griffen alkoholisierte Passanten die Tragenstaffeln während ihres Einsatzes an. In einem weiteren Übergriff am späteren Abend des 26. September trat ein Patient einer Sanitäterin in den Unterbauch. Am Vorabend zum Tag der Deutschen Einheit kam es gegen 23:30 Uhr zu zwei weiteren Übergriffen. Abermals verletzten stark alkoholisierte Passanten zwei Sanitäter der Tragenstaffeln. Bei einem der betroffenen Sanitäter war eine Weiterbehandlung in einer Klinik notwendig. Am Abend des 4.10. biss eine Patientin zwei Sanitäter während der Behandlung. In drei von sieben Fällen sind Sanitäterinnen betroffen. Dies deutet auf die zunehmend niedrigere Hemmschwelle für gewalttätige Angriffe gegen Rettungskräfte hin.

Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Sicherheitsdienst

Im täglichen Einsatz erwies sich die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller anwesenden Behörden als entscheidend, um schnelle, effektive Entscheidungen zu ermöglichen. Auch mit Hinblick auf Minderjährige Besucher, die zu einer Behandlung die Sanitätswache aufsuchten, gelang eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Sanitätern und Jugendschutz.

Schulklassen besuchen Sanitätswache

Mehrfach zeigten Lehrer der ortsansässigen Schulen sowie des Umlandes Interesse an einem Besuch gemeinsam mit ihren Schülern. Zur Ergänzung des Unterrichtes führte die Aicher Ambulanz Union gezielt kostenfreie Führungen durch die gesamte Sanitätswache durch.

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Über die Aicher Ambulanz Union

Seit über 30 Jahren ist die Aicher Ambulanz Union auf Münchens Straßen ein verlässlicher Partner, wenn schnelle, effiziente Hilfe bei Notfällen gefragt ist. Doch die Notfallrettung alleine ist schon seit Langem nicht mehr der einzige Geschäftsbereich des Unternehmens. Mit Krankentransporten, Intensivtransporten, weltweiten Rückholdiensten, Sanitätsdiensten, einem Hausnotrufservice, dem Ärzte-Fahrdienst für die Kassenärztliche Vereinigung Bayern, einem ehrenamtlichen Katastrophenschutz-Team sowie dem Mobility Service am Flughafen München bietet die Aicher Ambulanz Union Full Service, wenn es um Gesundheitsleistungen geht. Mit über 500.000 Kunden pro Jahr sowie rund 950 MitarbeiterInnen zählt das Unternehmen zu den führenden privaten Anbietern seiner Branche.