Statement zum EuGH-Urteil zur Bereichsausnahme

Am 21. März entschied der Europäische Gerichtshof über die Vergabepraxis von Rettungsdiensten beim Transport von Notfallpatienten.

Die Aicher Ambulanz Union ist im Bereich der Notfallrettung seit über 34 Jahren ein fester Bestandteil der Rettungsdienstlandschaft in München und Umland. Gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen – aber auch mit großen privaten Anbietern – sind wir Seite an Seite für die medizinische Sicherheit der Münchner Bürger zuständig.

Diese gute Zusammenarbeit hat bewiesen, dass es heutzutage undenkbar ist, private Rettungsdienstunternehmen außen vor zu lassen. Und auch die Gemeinnützigkeit spielt für uns seit je her eine große, wichtige Rolle: Mit einem Stamm von rund 1000 Ehrenamtlichen und einer entsprechenden Ausstattung, wie beispielsweise einem Großraum-Rettungswagen, beteiligen wir uns am Katastrophenschutz.

Während des Amoklaufs 2016 stellten wir unsere Tatkraft zuletzt unter Beweis. In unter einer Stunde standen uns rund 100 ehrenamtliche Helfer zur Verfügung, die bis tief in die Nacht ihr Engagement für die medizinische Sicherheit der Münchner zur Verfügung stellten. Auch bei Bombenentschärfungen, Hochwasserkatastrophen und anderen Großschadensereignissen oder auch großen Veranstaltungen wie der Fußball Europameisterschaft 2020 sind unsere Helfer vor Ort. Diese sind für solche Einsatzlagen entsprechend geschult.

Pressestelle

Ulrike Krivec

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Qualität der Ausbildung steht im Vordergrund

Was jedoch noch vor der Frage „Privatunternehmen oder Hilfsorganisation“ steht, ist die Qualität der Ausbildung. Diese ist das entscheidende Merkmal, das für einen Patienten im Notfall maßgeblich (Lebens)entscheidend ist. Wir halten hier ebenfalls seit je her einen sehr hohen Qualitätsstandard ein. Unsere zwölf Rettungswagen sind daher grundsätzlich mit einem Rettungssanitäter als Fahrer sowie einem Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten als Beifahrer besetzt. Dies entspricht der Besatzung der Rettungswagen der Hilfsorganisationen. Da die Ausbildung einheitlich geregelt ist, verfügen unsere Kollegen über gleiche Kompetenzen.

Gespräche im Vorfeld deuten auf gemeinsame Lösung hin

Auf dieser Basis gehen wir zuversichtlich in die Verhandlung mit der Landespolitik und den zuständigen Kostenträgern. Gespräche im Vorfeld dieses entscheidenden Urteils deuteten bereits klar auf eine gemeinsame Lösung hin. Eine Änderung des Rettungsdienstgesetzes wird uns als Privatunternehmen nach so langer Zeit nicht aus dem Münchner Rettungsdienst entfernen. Hier handelt es sich einerseits um eine über drei Jahrzehnte bewiesene gute Arbeit, andererseits aber auch um den Besitzstandschutz. Dieser ist neben unserer eigenen Planungssicherheit auch im Sinne unserer Mitarbeiter. Ihre Arbeitsplätze sollen dauerhaft erhalten bleiben und als „sicher“ gelten. Um eine dauerhafte und beständige Lösung im Sinne der Gemeinnützigkeit zu finden, beteiligen wir uns daher an Arbeitskreisen.

Urteil stellt schützenswerte Gemeinnützigkeit in den Vordergrund

Insgesamt fassen wir zusammen, dass das Urteil sicher ein Rückschlag für viele Privatunternehmen dieser Branche ist. Gleichzeitig stellt es jedoch die schützenswerte Gemeinnützigkeit bei unserer Tätigkeit in den Vordergrund, was wir begrüßen.

Über die Aicher Ambulanz Union

Die Aicher Ambulanz Union zählt mit über 500.000 Kunden pro Jahr zu den führenden privaten Anbietern in den Bereichen Rettungsdienst, Krankentransport und Sanitätsdienst. Internationale Intensivkrankentransporte, Auslandsrückholungen, Mobility Services sowie ein Hausnotrufdienst ergänzen das seit 1985 gewachsene Portfolio. Zusätzlich engagiert sich die Aicher Ambulanz Union im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Aktuell beschäftigen die fünf gebündelten Gesellschaften (AICHER GROUP GmbH & Co. KG, City Ambulanz Notfallrettung GmbH, AICHER GROUP Verwaltungs GmbH, Ambulanz – Rettung und Zivilschutz gemeinnützige GmbH) rund 1000 MitarbeiterInnen in verschiedenen Anstellungsverhältnissen. Inhaber und Geschäftsführer der Firmengruppe ist seit der Gründung Peter Aicher.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Pressemitteilung darauf verzichtet, geschlechtsspezifische Formulierungen zu verwenden. Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sich diese auf Männer und Frauen in gleicher Weise.