Stellungnahme zum Artikel „Der Kampf um die Wiesn-Sanis“ in der tz vom 29.06.2018

Stellungnahme zum Artikel „Der Kampf um die Wiesn-Sanis“ in der tz vom 29.06.2018

Mit Verwunderung haben wir den obenstehenden Artikel zur Kenntnis genommen, beinhaltet er doch fehlerhafte Aussagen und pauschale Vorwürfe. Gerne hätten wir im Vorfeld gegenüber der tz Stellung genommen, leider jedoch beschränkte sich die Anfrage des Autors auf Fragen vermeintlichen Fehlverhaltens von Seiten des BRK. Hierzu haben wir – wie in der Vergangenheit auch – tatsächlich keine Stellung genommen und werden dies auch weiterhin nicht tun.

  • Im erwähnten Artikel wird ausgeführt, die Aicher Ambulanz Union würde „händeringend nach Sanitätern“ suchen und in der „Suchanzeige“ bitte man darum, sich „dringend zu melden“.

    Dies ist falsch. Richtig ist, dass die Aicher Ambulanz Union weder „händeringend nach Sanitätern sucht“, noch darum bittet, sich „dringend zu melden“. Der Geschäftsführer Peter Aicher hat seit der ersten Absichtserklärung der Landeshauptstadt München nicht nur erklärt, dass die Aicher Ambulanz Union im Sinne des Ehrenamts jedem Helfer die Möglichkeit gibt, an der Wiesn teilzunehmen, sondern insbesondere auch, dass jeder Helfer, auch ehrenamtlich, entschädigt wird. Hierüber hatte die tz bereits am 18.04.2018 berichtet (https://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-ort29098/oktoberfest-muenchen-aicher-ambulanz-verdraengt-brk-von-wiesn-9793283.html). In Umsetzung dieses Versprechens haben wir jeden Helfer – der Interesse am Wiesn-Dienst hat – eingeladen, sich bei uns zu melden.
  • Der BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk wird in der tz zitiert, es sei merkwürdig, dass dies auch am 27.06.2018 noch auf der Internetseite zu lesen war.

    Hierzu stellen wir fest: Diese Information wird auch weiterhin auf unserer Internetseite zu lesen sein, und zwar über den gesamten Ausschreibungszeitraum hinaus bis zur Wiesn 2021, da wir getreu unserem Motto „Gemeinsam für mehr Leben.“ keinen Unterschied machen, für welche Organisation der Helfer Dienst leistet – im Sinne unserer Patienten und im Übrigen auch im Sinne der Grundsätze des Roten Kreuzes.
  • Leonhard Stärk wird weiter zitiert, dass „hier Ehrenamtliche bezahlt [werden], um irgendwie an Kräfte zu kommen“. Im tz-Artikel wird sogar von „Prämien“ gesprochen.

    Tatsache ist, dass Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Kräfte nicht nur im Rettungs- und Sanitätsdienst, sondern in vielen sonstigen Bereichen die Regel sind. Der Staat fördert diese Aufwandsentschädigungen mit speziellen Freibeträgen. Auch das BRK zahlt seinen Ehrenamtlichen z.B. im Rettungsdienst Aufwandsentschädigungen. Warum das BRK gerade bei einer so belastenden Veranstaltung wie dem Oktoberfest – im Gegensatz zum Rettungsdienst – keine Aufwandsentschädigungen bezahlt hat, erschließt sich uns nicht. Seinen Unmut wiederum teilt er mit der Vielzahl von Helfern, die genau diese Frage derzeit BRK-intern stellen. Richtig ist auch, dass sich Helfer des BRK für Wiesn-Sanitätsdienste interessieren, trotz der in der tz vom 22.04.2018 veröffentlichen Drohung eines BRK-Kreisverbandes, diese Helfer auszuschließen. Mit Stand 27.06.2018 liegen hier zusätzlich zu den von vornherein eingeplanten Kräften über 450 Interessensbekundungen vor.


Es ist uns durchaus bewusst, dass gerade beim BRK die Suche nach Ehrenamtlichen und Fördermitgliedern schwierig ist und hierbei auch außergewöhnliche Maßnahmen von Seiten des Bayerischen Roten Kreuzes ergriffen werden (wie der Donaukurier in seiner heutigen Ausgabe vom 28.06.2018 berichtet, https://www.donaukurier.de/lokales/neuburg/BRK-Wer… ). Es ist uns ferner bewusst, dass Herr Stärk durch die derzeit im BRK München durchgeführte Unterschriftenaktion zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung nebst Abberufung des Vorstands unter Druck steht. Auch ist die Entscheidung, aufgrund der vorliegenden Dokumente, gegen das Votum der Vergabekammer nicht weiter vorzugehen, sicherlich nicht leichtgefallen. Diese internen Probleme jedoch jetzt durch das Schüren von Ängsten und Zweifeln bei den Besuchern – deren Wohlergehen es zu bewahren gilt – zu überspielen, ist aus unserer Sicht dem Ruf und den Leistungen der Rot-Kreuz-Bewegung in seiner 155-jährigen Geschichte, unwürdig.

Ulrike Krivec

+49 89 7422-0221

presse@aicher-ambulanz.de

Unternehmenskommunikation

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Über die Aicher Ambulanz Union

Die Aicher Ambulanz Union zählt mit über 500.000 Kunden pro Jahr zu den führenden privaten Anbietern in den Bereichen Rettungsdienst, Krankentransport und Sanitätsdienst. Internationale Intensivkrankentransporte, Auslandsrückholungen, Mobility Services sowie ein Hausnotrufdienst ergänzen das seit 1985 gewachsene Portfolio. Zusätzlich engagiert sich die Aicher Ambulanz Union im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Aktuell beschäftigen die fünf gebündelten Gesellschaften (AICHER GROUP GmbH & Co. KG, City Ambulanz Notfallrettung GmbH, AICHER GROUP Verwaltungs GmbH, Ambulanz – Rettung und Zivilschutz gemeinnützige GmbH) rund 950 MitarbeiterInnen in verschiedenen Anstellungsverhältnissen. Inhaber und Geschäftsführer der Firmengruppe ist seit der Gründung Peter Aicher.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Pressemitteilung darauf verzichtet, geschlechtsspezifische Formulierungen zu verwenden. Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sich diese auf Männer und Frauen in gleicher Weise.