Fragen & Antworten zum Wiesn-Sanitätsdienst

Allgemeine Fragen rund um den Wiesn-Sanitätsdienst

Warum haben wir uns für den Sanitätsdienst auf der Wiesn beworben?

Der Bereich Sanitätsdienst zählt neben der Notfallrettung und dem Krankentransport seit über 30 Jahren zu unserem Kerngeschäft. Bis heute betreuen wir regelmäßig erfolgreich viele Großveranstaltungen. Da wir zudem abermals festgestellt haben, dass wir die Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Ausschreibung für den Sanitätsdienst auf dem Oktoberfest erfüllen, haben wir uns für diesen Auftrag beworben.

Haben wir uns 2018 zum ersten Mal für den Wiesn-Sanitätsdienst beworben?

Wir hatten uns bereits bei der ersten Ausschreibung der Landeshauptstadt München für den Sanitätsdienst auf der Wiesn für die Jahre 2011 bis 2013 beworben. Bereits damals haben wir die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt.

Haben wir bereits ähnlich große Projekte durchgeführt?

Der Sanitätsdienst ist seit über 30 Jahren eines unserer Kerngeschäfte. In der Vergangenheit haben wir Großveranstaltungen wie beispielsweise Rock im Park in Nürnberg, REWE Happy Family auf der Theresienwiese und internationale Reitturniere auf der Olympia-Reitanlage sanitätsdienstlich betreut.

Unsere Leistungsstärke konnten wir auch im Rahmen der Flüchtlingskrise 2015 unter Beweis stellen, als wir im Auftrag der Landeshauptstadt München über Monate hinweg eine hohe Anzahl von Asylsuchenden u.a. am Hauptbahnhof medizinisch betreut haben. Diese Aufgabe haben wir auch ohne lange Vorlaufzeit erfolgreich gemeistert, und dies zu einem Zeitpunkt, als die Hilfsorganisationen hierzu wohl personell zunächst nicht mehr in der Lage waren.

Haben wir ein MANV-Konzept?

Ja, selbstverständlich können wir auf ein solches Konzept zurückgreifen. Dass dieses auch erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigte der Münchner Amoklauf. Hier waren wir innerhalb kürzester Zeit – ohne Vorlaufzeit – in der Lage rund 100 Helfer und 28 zusätzliche Fahrzeuge (unter anderem einen Großraumrettungswagen) zum Einsatz zu bringen.

Für unseren Sanitätsdienst auf der Wiesn sind Einsatzkräfte vorgesehen, die sowohl theoretische als auch praktische Erfahrungen mit Massenanfall-Situationen haben. Dies beinhaltet neben den von der Landeshauptstadt München bestellten Organisatorischen Einsatzleitern auch Ingenieure für nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr. Ebenso zählen hierzu auch Mitarbeiter mit Ausbildungen als Örtlicher Einsatzleiter Katastrophenschutz oder Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz.

Was hebt uns aus unserer Sicht von unserem früheren Mitbewerber ab?

Gegenüber unseres früheren Mitbewerbers hebt uns primär die geplante Vergütung unserer Mitarbeiter im Rahmen des Sanitätsdienstes auf der Wiesn ab. Festangestellte wie auch ehrenamtliche Helfer erhalten eine entsprechende Vergütung für ihren tatkräftigen Einsatz.

Das BRK erfüllte auch Zusatzaufgaben wie z.B. einen Infopoint, Räume zur Ausnüchterung und zur chirurgischen Wundversorgung etc. Wie sieht es hier bei uns aus?

Die genannten Räume zur Ausnüchterung und chirurgischen Wundversorgung sind von einer vernünftigen Versorgung gar nicht wegzudenken. Auch wenn von Seiten des BRK hier gerne immer mit einem angeblichen niedrigeren Qualitätsniveau argumentiert wird, verweisen wir hier auf Sachlichkeit. Um überhaupt an dieser Ausschreibung teilnehmen zu können, mussten wir Erfahrungen bei Großveranstaltungen nachweisen. Das funktioniert nicht mit nur ein paar Helfern und einem Krankenwagen.

Was passiert mit dem bisher genutzten Sanitätscontainer sowie dessen technischer Ausstattung?

Das genannte technische Equipment ist fester Bestandteil der Wiesn-Wache und wird selbstverständlich auch von uns genutzt werden. Das BRK wird laut Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk diesen Container, der eben dem Sanitätsdienst zur Verfügung steht und nicht dem BRK gehört, übergeben.

Pressestelle

Ulrike Krivec
Unternehmenskommunikation

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presse@aicher-ambulanz.de

Über die Aicher Ambulanz Union

Seit über 30 Jahren sind wir auf Münchens Straßen ein verlässlicher Partner, wenn schnelle, effiziente Hilfe bei Notfällen gefragt ist. Doch die Notfallrettung alleine ist schon seit Langem nicht mehr der einzige Geschäftsbereich unseres Unternehmens.

Personal

Wie rekrutieren wir als Privatunternehmen ehrenamtlich Tätige und wie korrespondiert die von uns angekündigte Vergütung für alle mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn?

Wir haben – wie fast alle Dienstleister und Organisationen in der Branche – auch eine gemeinnützige Gesellschaft. Diese hat seit Bekanntwerden unserer Teilnahme sowie der vorgesehen Zusage für den Sanitätsdienst der Wiesn 2018 zahlreiche Anrufe und E-Mails von Kollegen der Rettungsdienstbranche erhalten. Viele davon bieten auch ihre tatkräftige Unterstützung auf ehrenamtlicher Basis an. Auf der Wiesn werden wir festangestellte und ehrenamtliche Kollegen einsetzen. Hinsichtlich der Aufwandsentschädigungen werden wir selbstverständlich alle gesetzlichen, insbesondere steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften einhalten.

Wieso wickeln wir den Sanitätsdienst der Wiesn mit ehrenamtlichen Kollegen ab?

Bereits vor Bekanntgabe der finalen Zuschlagserteilung durch die Landeshauptstadt München erreichten uns zahlreiche Anfragen für ein Mitwirken im Bereich des Sanitätsdienstes. Die meisten sind bereits für andere Unternehmen tätig, möchten jedoch trotzdem mitarbeiten. Eine ehrenamtliche Tätigkeit stellt für diese Kollegen daher eine gute Möglichkeit dar, ohne in Konflikt mit dem Hauptarbeitgeber zu geraten.

Andere Kollegen wiederum sind bereits für Hilfsorganisationen tätig – auch für sie ermöglichen wir auf diesem Weg ein Mitwirken.

Grundsätzlich möchten auch wir das Ehrenamt fördern. Dennoch ist es uns sehr wichtig, dass unsere eingesetzten Kollegen Aufwandsentschädigungen für ihren Einsatz erhalten. Im Sinne der Zusammenarbeit aller Organisationen und der ehrenamtlichen Helfer, die bislang an der Wiesn mit Herzblut beteiligt waren, möchten wir hiermit die Möglichkeit eröffnen, auch weiterhin mitzuwirken.

Haben wir bereits vor der finalen Vergabe des Sanitätsdienstes Bewerbungen erhalten?

Wir haben bereits zahlreiche Bewerbungen für den Sanitätsdienst auf der Wiesn erhalten. Hierunter waren Kollegen aller Organisationen – auch zahlreiche vom BRK.

Wie schultern wir die Wiesn personell?

Aktuell beschäftigen wir über 900 Mitarbeiter.

Seit Bekanntwerden unserer Teilnahme an der Ausschreibung erhalten wir über unsere Homepage eine hohe Anzahl an Initiativbewerbungen, welche sich konkret auf den Einsatz im Bereich Sanitätsdienst auf der Wiesn beziehen.

Natürlich binden unsere Kerngeschäfte (Notfallrettung, Krankentransport und Sanitätsdienst) gerade während des Oktoberfestes enorme personelle Ressourcen. Dies ist jedoch in der Personalkalkulation unserer ehrenamtlichen Helfer und festangestellten Mitarbeitern bereits berücksichtigt. Nach Auftragserteilung werden wir ergänzend gezielt Personalakquise betreiben.

Aufgrund der bereits vorhandenen und zu erwartenden Ressourcen werden wir den Auftrag gemäß der Leistungsbeschreibung erfüllen.

Wie sind unsere Mitarbeiter ausgebildet?

Für uns steht die Qualität der Versorgung der Oktoberfestbesucher an erster Stelle. Deshalb verfügen die von uns eingesetzten Mitarbeiter allesamt über eine hochwertige Ausbildung im medizinischen Bereich, womit wir die Anforderungen der Ausschreibung in Gänze erfüllen.

Presse & News

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Kalkulation

Wie kalkulieren wir als Privatunternehmen, das ja zwangsläufig auf Gewinn orientiert sein muss, obwohl das BRK anscheinend immer mit einer “schwarzen Null” kalkuliert hat?

Wir haben eine seröse Kalkulation mit Gewinnmarge abgegeben. Im Vordergrund stehen unter anderem die Aufwandsentschädigungen unserer Kollegen, welche auf dem Oktoberfest eine großartige Leistung vollbringen werden. Jeder eingesetzte Kollege – ob ehrenamtlich oder festangestellt – wird eine Vergütung, bzw. Aufwandsentschädigung, erhalten. Da uns die Kalkulation des BRK nicht bekannt ist, können wir hierzu nicht mehr sagen.

Was steht im Vordergrund unserer Kalkulation?

Im Vordergrund der Kalkulation stehen unter anderem die Aufwandsentschädigungen unserer Kollegen, welche auf dem Oktoberfest eine großartige Leistung vollbringen werden. Jeder eingesetzte Kollege – ob ehrenamtlich oder festangestellt – wird eine Vergütung erhalten. Selbstverständlich halten wir alle gesetzlichen Vorschriften ein. Eine Unterfinanzierung – wie teilweise auch in öffentlichen Stellungnahmen unterstellt – weisen wir daher vehement zurück.

Wie gehen wir damit um, dass wir die Wiesn-Wache voraussichtlich “leer” übernehmen werden?

Uns ist seit langem bekannt, dass die Wiesn-Wache größtenteils durch Material des BRK ausgestattet wurde. Diese Investition haben wir daher bereits eingeplant.

Medizinische Sicherheit

Können wir eine medizinisch sichere Wiesn gewährleisten und wie begegnen wir dieser weitgehenden Kritik des BRK?

Seit über 30 Jahren sind wir fester Bestandteil der Rettungsdienstlandschaft der Landeshauptstadt München. Mit unseren 12 Rettungswagen in der Stadt sowie im Landkreis München sind wir der zweitgrößte Dienstleister in der Notfallrettung im Rettungsdienstbereich München. Für uns steht die Qualität der Versorgung der Oktoberfestbesucher an erster Stelle. Deshalb verfügen die von uns eingesetzten Mitarbeiter allesamt über eine hochwertige Ausbildung im medizinischen Bereich, womit wir die Anforderungen der Ausschreibung in Gänze erfüllen. Schade ist nur, dass das BRK mit solchen Kommentaren versucht, Ängste zu schüren und das im Punkt „Sicherheit“. Dies ist einer solchen renommierten Hilfsorganisation unwürdig.

Unsere Geschichte

“Das war eine harte Zeit. Doch unser Durchhaltevermögen hat sich gelohnt!”, Peter Aicher, Gründer & Geschäftsführer

Eignung für die Wiesn

Haben wir bereits Erfahrungen im Bereich der Wiesn?

Auch wir sind mit dem Sanitätsdienst des Oktoberfestes vertraut. Seit vielen Jahren stellen wir den Sanitätsdienst der Festzelte „Fischer Vroni“ (seit 2005) sowie „Marstall“ (seit 2014). Des Weiteren sind bis zu drei unserer Rettungswagen im Rahmen einer Zusatzvorhaltung täglich für die Wiesn-Besucher vor Ort im Einsatz. Auch bei der Ausschreibung des Flughafenbetreuungsdienstes 2008 in München hatten wir damals quasi bei „Null“ angefangen und haben diese Aufgabe vom ersten Tag an professionell erledigt – inzwischen sind wir hier im 10. Jahr.

Über den Sanitätsdienst

Seit rund 30 Jahren bietet die Aicher Ambulanz Union in München sowie im Umland Sanitätsdienste an. Durch eine individuelle und flexible Planung gehen wir auf die Wünsche unserer Kunden ein.